Ich war es nicht, es war eines meiner Kinder. Soll ich das denen nicht einfach sagen?

Davon ist dringend abzuraten. Denn zum einen kann die Haftung als Anschlussinhaber trotzdem bestehen. Außerdem kommt unter Umständen dann die Tochter bzw. der Sohn in die Haftung und man riskiert die nächste Abmahnung ins Haus zu bekommen. Auch nehmen manche Gerichtsentscheidungen Aufsichtspflichtverletzungen der Eltern bei minderjährigen Kindern an, die Zugang zum Internetanschluss haben. Manchmal nehmen Gerichtsentscheidungen auch Überwachungspflichten sogar gegenüber Volljährigen an. Bei minderjährigen Kindern, die normal entwickelt sind und grundsätzlich die Gebote und Verbote der Eltern befolgen hat der Bundesgerichtshof in einem Grundsatzurteil entschieden. Danach sind die Eltern zwar verpflichtet die Kinder über die Rechtswidrigkeit der Teilnahme an einer Internettauschbörse zu belehren und ihnen die Teilnahme zu verbieten. Eine Verpflichtung die Kinder bei der Nutzung des Internets zu überwachen besteht aber nicht, wenn keine konkreten Anhaltspunkte für Zuwiderhandlungen bestehen.

Grundsätzlich sollte mit der Gegenseite in allen diesen Fällen kein Kontakt aufgenommen werden. Auch Dinge, die man für harmlos oder für günstig hält, können zum Bumerang werden. Leider gibt es immer wieder Fälle, in denen Betroffene in gutem Glauben zunächst versucht haben, die Sache mit der Gegenseite selbst zu regeln. Dann ist es manchmal schwer, da wieder rauszukommen. Auch Dinge, die Sie für nebensächlich oder harmlos halten, können wichtig sein, und später u.U. gegen Sie verwendet werden.

Besser ist es meistens zunächst von seinem Recht zu Schweigen Gebrauch zu machen und einen eigenen Anwalt oder eine Anwältin zu befragen.

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